Über uns

MCE heute

MCE ist der neue Name, der seit Kurzem die Außenwände der ehemaligen Misch- und Tierfutterfabrik ACM ziert. Die Anlagen werden speziell auf die Verarbeitung und Verwertung von Biomasse umgerüstet, welche vor allem aus der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelindustrie stammt. Biomasse ist ein Sammelbegriff für biologisch abbaubare Rohstoffe und Restprodukte aus dem Anbau von Nutzpflanzen wie Getreide und Mais, aber auch für Materialien wie Schnittgras, Restholz, Kaffeehäutchen und Kakaoresten. Die verschiedenen Arten von Biomasse werden fein zermahlen und zu staubfreien Körnern und Pellets gepresst. So bearbeitet, eignen sich diese Reststoffströme für neue Anwendungen, z.B. als Rohstoff zur Energieerzeugung in Biovergärungsanlagen. Unsere Fabrik kann über 230.000 Tonnen Material pro Jahr verarbeiten. Die Fabrik ist so eingerichtet, dass alle Produktionsprozesse von einem einzigen Raum aus gesteuert und überwacht werden können.

 

MCE morgen

Durch entsprechende Anpassungen an den Anlagen und Produktionsprozessen werden wir mit den Reststoffströmen verschiedene Innovationen ermöglichen und Praxistests durchführen. Mitinhaber Louis Wittendorp: “Landwirte verwenden häufig Hobelspäne, um den Komfort für die Tiere zu erhöhen und die Feuchtigkeit im Stall aufzunehmen. Wir wollen erforschen, ob sich ein Material herstellen lässt, das effektiver funktioniert.” Die Betreiber sind offen für neue Ideen zur Verwertung von Biomasse und zur Entwicklung und Anwendung neuer Produktionstechnologien in ihrer Fabrik.

Innovationsstandort Emmen

Geschichte

Seit dem Bau dieser einzigartigen Produktionsstätte um 1985 prägt sie das Bild der Region, aus der die beiden MCE-Pioniere stammen. Rund 20 Jahre lang wurde sie von Agrifirm als Mischfutterfabrik genutzt. 2005 wurde der Standort mit 12 Mitarbeitern aufgrund von Umstrukturierungsmaßnahmen stillgelegt. Bis vor 5 Jahren wurde mit einem kleinen Personalbestand noch Tierfutter produziert, wonach das Gebäude endgültig geschlossen wurde. Schon 2015 hatte sich Harry Pot als Kaufinteressent bei Agrifirm gemeldet. “Allerdings stand das Gebäude damals noch nicht zum Verkauf. Geplant war, an diesem Standort Pellets aus Kaffeesatz und Holzabfällen herzustellen. Ich bin vorerst nach Veenoord ausgewichen. Als ich im Mai 2017 erneut bei Agrifirm wegen eines anderen Gebäudes anfragte, bot man mir letztlich doch noch diese alte Mischfutterfabrik an.”

Neubelebung

“Harry kam mit der Frage auf mich zu, ob ich auch Interesse an seinem Vorhaben hätte”, erzählt Louis Wittendorp, der mit seinem gleichnamigen Familienunternehmen in Klazienaveen ebenfalls in der Abfallverwertung tätig war. Wittendorp verfügte über das erforderliche logistische Know-how und viel wertvolle Erfahrung für dieses neue Projekt, so Harry Pot.
Bei MCE sind wir alle davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit und Rentabilität durchaus vereinbar sind. Zudem sehen wir für die Biomasseindustrie eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft.